Landschaft


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Karin & Team

Nationalpark Stilfserjoch

Der Nationalpark Stilfserjoch ist eines der größten Schutzgebiete der Alpen. Als alpiner Lebensraum umfasst er alle typischen geologischen, botanischen und kulturellen Formelemente. Vergletschertes Hochgebirge, Hängeterrassen, Talböden und das Miteinander von Naturlandschaften und einer seit Jahrhunderten gepflegten Kulturlandschaft mit Alm- und Forstwirtschaft prägen größtenteils das Bild des Nationalparks.

Geographie

Geographisch dehnt sich der Nationalpark Stilfserjoch über ein Fläche von 135.000ha aus und umfasst das gesamte Gebirgsmassiv Ortler-Cevedale mit seine Nebentälern. Im Norden berührt er den Schweizerischen Nationalpark, im Süden den Naturpark Adamello-Brenta im Trentino und den Regionalpark Adamello in der Lombardei. Im Osten befindet sich der Naturpark Texelgruppe.

Fauna

Der Nationalpark ist Lebensraum für eine Fülle von Tieren, ausgenommen sind Bären und Wölfe, die ausgerottet wurden. In den Bergwäldern leben Rothirsch, Reh, Rotfuchs, Dachs, Baummarder, Eichhörnchen und andere Wildtiere. Die hochalpinen Wiesen und Felsen sind Lebensraum von Gämsen, Steinböcken und Murmeltieren. Schneehase und Schneehuhn, die im Sommer und Winter die Farbe ihres Tarnkleides wechseln, können mit etwas Geduld auch gesehen werden. Die Lüfte werden beherrscht von besonders schützenswerten Vogelarten wie Steinadler, Uhu, Schwarzspecht, Auerhahn, Spielhahn, Wasseramsel, Alpendohle, Steinrötel und Tannenhäher. Dabei ist die Vielfalt an Schmetterlingen, wie beispielsweise der Alpenapollo, und Nachtfaltern, nicht zu vergessen. Sie sind besonders zahlreich auf der Franzenshöhe zu beobachten. Einer Initiative des Nationalparks Stilfserjoch ist es zu verdanken, dass wir den Bartgeier, der vor dem Aussterben stand, wieder in freier Wildbahn bewundern können. Dem kurzen Hochgebirgssommer ist der Alpensalamander perfekt angepasst.

Flora

Der Nationalpark Stilfserjoch ist ein Paradies für Blumenliebhaber. Groß ist die Vielfalt an Blumen, Gräsern, Flechten und Moosen. In den verschiedenen Höhenlagen findet man unterschiedliche Pflanzenarten. Den Nadelwald bilden Fichten, Lärchen und Zirbelkiefern. Es folgen die Zwergstrauchheide und die alpinen Rasengesellschaften mit Kohlröschen, Arnika und dem Edelweiß als besonderes Kleinod. In der Felsenregion behaupten sich Überlebenskünstler, wie die Alpen-Polsternelke mit Kugelwuchs, das Alpen-Leinkraut als Schuttkriecher und der Gletscher-Hahnenfuß mit sukkulenten Blättern. Sporen bildende Moose und Flechten dringen bis in die Gletscherregionen vor.

Berge und Steine

Berggipfel, Felsen, Gletscher und Wasser sind die bestimmenden geologischen Formelemente des Parks. Die Alpen formten sich aus der afrikanischen und der europäischen tektonischen Platte, die in Urzeiten übereinandergeschoben wurden. Metamorphe Gesteinsfomationen verschiedenster Herkunft, die durch enorme Hitze und Druck entstanden und zur Oberfläche kamen, finden sich im gesamten Park. Dies sind, um einige zu nennen, die Schiefer im Vinschgau, die Gneisphylladen von Bormio oder der Laaser Marmor. Weiters finden wir Felsen, die überwiegend aus Kalk und Dolomit bestehen; sie liegen über den Schieferschichten und formen beispielsweise den Gipfelaufbau des Ortlers.

Gletscher

Die Erde erfuhr vor ungefähr 1,5 Millionen Jahren fünf aufeinander folgende Eiszeiten, die ganz wesentlich zur Formung der Landschaft beigetragen haben. Die dadurch entstandenen riesigen Gletscherfelder dehnten sich in Form von großen Talzungen aus und formten u-förmige Täler aus. Auf ihrem Rückzug ließen sie Moränen und Schuttkegel zurück, wobei Seen wie der Garda- oder Comosee entstanden. Die spektakulärsten Gletscherregionen des Nationalparks befinden sich am Stilfserjoch in unmittelbarer Nähe des Berghotels Franzenshöhe. Die enormen Schnee- und Eismengen sind eine wertvolle Wasserreserve, aus der hunderte Quellen, rauschende Bäche, stille Seen und schäumende Wasserfälle gespeist werden.

(Bitte beachten sie, dass Teile dieses Textes in abgeänderter Form den entsprechenden Webseiten des Nationalpark Stilfserjoch entlehnt sind.)